Samstag, 29. August 2015

Kabel Deutschland bietet Volumentarife

Ab dem 2. September will der Internetanbieter Kabel Deutschland die 200-MBit/s-Tarife auch in einer volumenbegrenzten Variante anbieten. Dieser Tarif kostet 20 € weniger als der unbegrenzte Tarif (19,99 € statt 39,99 € in den ersten 12 Monaten, danach 39,99 € statt 59,99 €), wird dafür aber ab einem monatlichen Datenvolumen von 1.000 GB auf einen Geschwindigkeit von 10/1 (10 MBit/s Download, 1 MBit/s Upload) gedrosselt.

Für den Großteil der Kunden könnte das ein lukrativer Tarif sein, da wohl nur ein geringer Teil der Kunden 1 TB im Monat verbraucht: Laut Kabel Deutschland liegt der durchschnittliche Datenverbrauch für 100-MBit/s-Tarife bei 109 GB und für 200-MBit/s-Tarife bei 276 GB.

Telekom und VDSL-Vectoring

Die Telekom will in Deutschland das VDSL-Vectoring einsetzen.

Durch Vectoring werden allerdings alle Konkurrenten ausgeschaltet, da an einem Hauptverteiler mit aktiviertem Vectoring technisch bedingt immer nur ein Anbieter seine Dienste anbieten kann.

Die Telekom versucht zu begründen, dass von den Anschlüssen, die mit Vectoring versorgt werden sollen, bisher nur rund 1 % einen 50 MBit/s-Anschluss oder schneller besitzen. Bei dieser Rechnung rechnet die Telekom allerdings die eigenen VDSL-50-Angebote nicht dazu, denn diese liefern ja nur "bis zu" 50 MBit/s und nicht garantierte 50 MBit/s.

Ob es tatsächlich zu einem Vectoring-Monopol der Telekom kommen wird, bleibt abzuwarten. Sinnvoller als Vectoring, was auch nur einige Jahre funktionieren wird, bis wieder höhere Bandbreiten gefordert werden (die Kupferader ist einfach am Rande der Leistungsfähigkeit angekommen), wäre die Verlegung von Glasfaserkabeln.

Aber da wären ja teurere Investitionen als beim Vectoring-Ausbau notwendig ...

Amazon: Android-Apps gratis gegen Überwachung

Amazon stampft ihre Aktion "Gratis-App des Tages" ein und bietet dafür ein neues Feature: Nutzer bekommen Apps aus einer großen Liste gratis, wenn Sie einwilligen, dass Nutzungsdauer und Nutzungsverhalten dieser App an Amazon übertragen werden dürfen.

Amazon will damit erreichen, dass App-Entwickler, genauso, wie es bereits mit Autoren von ausgeliehenen eBooks passiert, nicht mehr pauschal für eine App bezahlt werden, sondern je nach Nutzungsdauer bezahlt werden.

Für Entwickler von Handy-Spielen, die oft und lange gespielt werden, wird sich das lohnen. Für Hilfsprogramme, die nützlich sind, aber eher selten oder nur kurz genutzt werden, wohl nicht.

Außerdem bleibt abzuwarten, wie viele Nutzer überhaupt damit einverstanden sein werden, ihr Nutungsverhalten komplett von Amazon überwachen zu lassen.

Hier der Link zu diesem neuen Dienst: Amazon Underground

Freitag, 21. August 2015

web.de und GMX bieten PGP-Verschlüsselung

Seit kurzen können Kunden der Anbieter Web.de und GMX ihre Mails verschlüsseln: Die Anbieter aktivieren die sog. PGP-Verschlüsselung. Diese funktioniert über ein Browser-AddOn ("Mailvelope"), sodass der private Schlüssel sicher bleibt und nicht vom Anbieter gelesen werden kann.

Es ist möglich, den Mailvelope-Schlüssel in andere Systeme (z. B. Enigmail) zu exportieren, ebenso kann ein evtl. bereits existierender PGP-Key für die Mailadresse in Mailvelope importiert werden.

Wir werden sehen, ob dies dazu beiträgt, dass mehr Mails verschlüsselt und signiert werden. Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Sonntag, 16. August 2015

Gesetzentwurf gegen Routerzwang endlich fertig

Einige Internetprovider, besonders die Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia oder Kabel Deutschland, aber auch bereits einige DSL-Anbieter, verbieten dem Kunden das Anschließen eines eigenen Endgerätes. Der Kunde muss das vom Provider bereitgestellte Gerät nutzen und kann sich keinen eigenen, hochwertigeren Router selbst kaufen.

Nach langen Diskussionen hat das Bundeskabinett am 13. August den Gesetzentwurf gegen Routerzwang beschlossen. Wenn nun alles nach Plan abläuft, wird das Gesetz im September verabschiedet und weitere sechs Monate später, also gegen Ende April 2015 wird der Routerzwang Geschichte sein.

Wir werden sehen, ob sich die Provider (vor allem die Kabel-Provider) an das Gesetz halten oder ob doch noch ein Schlupfloch gefunden wird, um den Kunden die eigenen Geräte aufzuzwingen …